Industrie 4.0, neue Materialien und Oberflächenbehandlungen im Zentrum der Entwicklungen
Die in diesem Jahr präsentierten Kompetenzen zeugen von einer tiefgreifenden Entwicklung der Branche. Industrie 4.0 verändert die Produktionsweisen weiterhin durch Maschinenvernetzung, Automatisierung, industrielle Bildverarbeitung, Rückverfolgbarkeit und Datenanalyse.
Gleichzeitig präsentieren die Aussteller bedeutende Fortschritte bei Oberflächenbehandlungen, neuen Materialien und fortschrittlichen Fertigungsverfahren – alles Hebel, die wesentlich geworden sind, um Leistung, Nachhaltigkeit, Miniaturisierung und die Ästhetik von Komponenten zu verbessern. Die zahlreichen Innovationsdossiers, die im Rahmen des Grand Prix des Exposants eingereicht wurden, belegen diese Dynamik in einer Phase, in der sinkende Uhrenvolumen neue Ideen erfordern, um die Kundschaft zu begeistern.
Diese Dynamik kommt damit auch der Uhrenindustrie zugute, die weiterhin neue Marken aus dem Ausland anzieht – angezogen von der einzigartigen Dichte an Know-how in der Schweiz und der Fähigkeit des EPHJ-Ökosystems, komplexe Pflichtenhefte zu erfüllen. Sie fördert zugleich die Diversifizierung von Besuchern und Ausstellern durch gezielte Kommunikationsarbeit gegenüber neuen Unternehmen aus den Bereichen Medizintechnik, Raumfahrt und Luftfahrt – drei Felder, die besonders empfänglich für die in Genf präsentierten Hochpräzisionskompetenzen sind.
Podiumsdiskussionen, um den Veränderungen der Branche Substanz zu verleihen
Über die Ausstellung hinaus bietet die EPHJ 2026 mehrere Podiumsdiskussionen zu den grossen Veränderungen, die die Hochpräzision prägen. Die traditionelle Diskussion zur Entwicklung und zu den Perspektiven des Uhrenmarktes bringt mehrere Schlüsselakteure der Branche zusammen, um Trends und Herausforderungen auf den internationalen Märkten zu beleuchten. Die Messe thematisiert zudem das Potenzial der Neurotechnologien und zeigt, wie Mikropräzision zur Weiterentwicklung der Gehirnmedizin beiträgt, ebenso wie die Möglichkeiten der additiven Fertigung, die im Rahmen des Innovationsforums hervorgehoben werden. Weitere Debatten widmen sich der Rolle der Edelmetalle zwischen Qualität, Verantwortung und Rückverfolgbarkeit, neuen Chancen in der Photonik, der wachsenden Rolle der Schweiz im Raumfahrtsektor sowie dem Arbeitsmarkt in den Hochpräzisionsindustrien.