Louis Bélet gewinnt den Grand Prix des Exposants EPHJ 2026

Louis Bélet SA hat den Grand Prix des Exposants EPHJ 2026 mit einer Innovation gewonnen, die die Grenzen des Präzisionsbohrens verschiebt: PCD-Bohrer mit internen Kühlkanälen, die es ermöglichen, besonders anspruchsvolle Werkstoffe schneller, sauberer und länger zu bearbeiten.

Das Ergebnis fiel nach der Abstimmung der Aussteller: Louis Bélet SA reiht sich in die Liste der Preisträger des Grand Prix des Exposants EPHJ ein – mit einer Innovation, die zugleich hoch technisch und unmittelbar nützlich für Werkstätten der Hochpräzision ist. Das Unternehmen wurde für seine Bohrer aus polykristallinem Diamant — PCD — mit interner Kühlung ausgezeichnet, die darauf ausgelegt sind, Taktzeiten, Standzeit der Werkzeuge und Bohrqualität bei schwer zerspanbaren Werkstoffen zu verbessern.

Die Innovation beruht auf einer hybriden Architektur, die einen Körper aus Wolframkarbid, der eine effiziente Geometrie und einen hohen Ölfluss ermöglicht, mit einer Spitze aus polykristallinem Diamant kombiniert, die für ihre aussergewöhnliche Verschleissfestigkeit bekannt ist. Der technologische Durchbruch liegt im Laserbohren dieser PCD-Spitze, wodurch die Kühlung direkt und möglichst nahe an die Schneidzone geführt werden kann.

Für die R&D-Verantwortlichen von Louis Bélet, Pierre Falbriard und Thibaut Nicoulin, war das Ziel sehr konkret: die Grenzen klassischer PCD-Werkzeuge zu überwinden, deren Produktionsraten oft ungenügend bleiben. Indem die Flüssigkeit direkt dorthin gebracht wird, wo das Problem entsteht, nämlich in die kritische Bohrzone, ermöglicht das Werkzeug eine bessere Spanabfuhr, weniger Unterbrechungen und eine höhere Prozessstabilität.

Die erzielten Resultate sind bedeutend. In bleifreiem Messing wurde ein Bohrer mit 2,28 mm Durchmesser bei mehr als 800 mm/min validiert, ohne Entspanen und ohne aufgewickelte Späne. Bei kleinen Durchmessern spricht Louis Bélet von Geschwindigkeitsgewinnen von bis zum Siebenfachen gegenüber gewissen konventionellen Lösungen. Über die reine Leistung hinaus ist auch der wirtschaftliche Nutzen entscheidend: Ein langlebigeres, stabileres Werkzeug, das eine hohe Bohrqualität gewährleistet, verbessert direkt die Kosten pro Bohrung.

Diese Innovation antwortet auch auf die Entwicklung der Werkstoffe. Bleifreies Messing, das durch neue regulatorische und ökologische Anforderungen an Bedeutung gewinnt, ist komplexer zu bearbeiten. Auch andere Werkstoffe wie technische Keramiken, Verbundwerkstoffe, Edelmetalle oder bestimmte im Medtech-Bereich eingesetzte Materialien verlangen nach neuen technologischen Antworten.

Mit der Auszeichnung von Louis Bélet rückt der Grand Prix des Exposants EPHJ 2026 eine Innovation ins Licht, die exemplarisch für die Hochpräzision steht: auf den ersten Blick diskret, aber entscheidend für die industrielle Leistung. Sie veranschaulicht eine starke Überzeugung: Die Zukunft der Produktivität entscheidet sich nicht nur an den Maschinen, sondern auch in der Intelligenz der Werkzeuge, Werkstoffe und Verfahren.

Mit dieser Auszeichnung bestätigt Louis Bélet seine Rolle als Referenzakteur im Bereich der Hochpräzisions-Schneidwerkzeuge und eröffnet neue Perspektiven für die Uhrenindustrie, die Mikrotechnik, den Medtech-Bereich und alle Industrien, die mit der Bearbeitung immer anspruchsvollerer Werkstoffe konfrontiert sind.